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Ursachen für erhöhte Cholesterinspiegel

Verschiedene Ursachen können zu einem erhöhten Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie) führen. In zwei Gruppen eingeteilt sind dies:

  1. zusätzliche Erkrankungen und/oder Faktoren, insbesondere eine falsche Ernährung (sekundäre Hypercholesterinämie)
  2. eine erbliche Fettstoffwechselstörung (primäre bzw. familiäre Hypercholesterinämie)

1. Zusätzliche Faktoren bzw. Erkrankungen (sekundäre Hypercholesterinämie)

Fettes EssenEtwa 70 Prozent aller erhöhten Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämien) sind nicht vererbt, sondern Folge anderer Faktoren oder Krankheiten, d.h. sie sind sekundär bedingt (so genannte sekundäre Hypercholesterinämie). Zu den Ursachen zählen:

  1. falsche und zu fettreiche Ernährung, das heißt  zu viel gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren, zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zu wenig Omega-3-Fettsäuren und zu wenig Ballaststoffe.
  2. Krankheiten, z.B. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Magersucht (Anorexie), Porphyrie, Gallengangsverschluss, Nierenleiden (nephrotisches Syndrom), Zuckerkrankheit (Diabetes), Alkoholabhängigkeit, Hashimoto-Thyreoiditis und als Nebenwirkung von Medikamenten wie Cortison oder anderen Hormonen. Auch manche Tabletten zur Behandlung von Bluthochdruck wie Thiazide oder Betablocker können den Cholesterinspiegel erhöhen.

2. Geerbte Fettstoffwechselstörung (primäre oder familiäre Hypercholesterinämie)

GenetikMenschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhten Cholesterinwerten fehlen rund die Hälfte oder sogar alle Bindungsstellen (Rezeptoren) für Fettstoffe, an die unter anderem das LDL-Cholesterin aus dem Blut andocken muss, um in die Zelle aufgenommen zu werden. Wenn es an diesen Rezeptoren mangelt, kann das LDL-Cholesterin (LDL-C) nicht ausreichend aus dem Blut gefiltert werden. In der Folge sammelt es sich im Blut an, der Cholesterinspiegel steigt – und mit ihm das Risiko für Arterienverkalkung (Atherosklerose) und weitere Erkrankungen.

Genetische Faktoren spielen zwar bei den meisten Fettstoffwechselstörungen eine Rolle. Allerdings kommen sie häufig erst bei einer ungesunden Lebensweise – mit einer unausgewogenen, einseitigen Ernährung, Übergewicht oder Bewegungsmangel – zum Tragen.

Bildquelle (1. Foto): Klaus Steves / pixelio.de

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